Musikgesellschaft Mühlethurnen

Konzertbericht

Am 12.06.04 um 8.30 Uhr trafen wir uns in Uniform beim Bahnhof Thurnen. Der Zug brachte uns nach Belp, wo wir von unserer Betreuerin empfangen wurden.

Verschiebung ins Instrumentendepot und Fototermin in der Turnhalle. Sobald auch das letzte Register vollzählig war strahlten wir in die Kamera. Nach ca. zwei Dutzend Schüssen konnten wir den Fotografen endlich zufrieden stellen.

Kaffee/Mineral-Pause im Festzelt. Erster Schweissausbruch, das Klima im Zelt war tropisch! Auf der Bühne fand gleichzeitig die Startauslosung statt. Priska Portner zog die Nr. 2 für uns.

Nachdem wir uns im Feuerwehrmagazin eingespielt hatten, warteten wir auf die Experten, anschliessend erwarteten uns die Experten im Aaresaal, dann in der Kirche.

Bereits um 12.15 Uhr wurden wir in die Mittagspause entlassen. Kein Kartoffelstock! Reis, Geschnetzeltes und Rüebli wurde uns serviert! Aber kein Dessert! Da der Zuckerspiegel zu keinem Zeitpunkt zu tief sinken darf deckten wir uns vor dem Zelt mit Soft-Ice ein. Den frühen Nachmittag verbrachten wir in Burris „Instrumenten-Keller“ im Gebäude des Zivilstandsamtes sowie in den kleinen Beizli am Strassenrand.

Um 15.45 Uhr war Besammlung am Start der Marschmusikstrecke. Jetzt war Konzentration angesagt. Um 16.05 standen wir stramm. Kein Muks, kein Augenzwinkern, kein Hüsteln! Der Experte drehte eine Runde und wir bekamen das OK zum Abmarsch. In flottem Tempo marschierten wir am Publikum vorbei. Der Marsch St. Triphon gelang uns.

Nachdem wir die Instrumente versorgt hatten hörten und sahen wir uns den Rest der Marschmusikvorträge an.

Um 18.15 Uhr begann die Veteranenehrung im Festzelt. Max Portner und Rudolf Gasser können auf 30 Jahre aktives Musizieren zurückblicken. Sie haben die Plakette, das Blüemli und den Schluck Wein ehrlich verdient.

Im Takt von „Alte Kameraden“ kamen danach die Fähnriche zum Einsatz. Die bunten Fahnen schwangen hin und her…aber in der Mitte stimmte etwas nicht. Hat da ein Fähnrich den Kurs nicht besucht? Das ganze Publikum versuchte Ordnung in das bunte Stoff-Wirr-Warr zu bringen: Links, Rechts… die Unterstützung war perfekt.

Dann die Rangverkündigung! Dazu äussert sich der Dirigent am Schluss des Berichts.

Wieder Zuhause spielten wir im Adler für unsere zwei jungen Veteranen ein paar Stücke. Anschliessend spendierten uns die beiden kalte Platten. Bei gemütlichem Beisammensein verging die Zeit im Flug und die Polizeistunde war da.

Der Abschied von zwei unserer Musikkollegen fiel uns besonders schwer.
Klaus Reidhaar verlässt uns, weil er von Mühlethurnen weggezogen ist und ihm der Weg von Hilterfingen an die Proben zu weit ist. Aber wir hoffen, ihn an einem unserer Anlässe wieder zu sehen.
Chrigu Badertscher ist der Weg an die Proben ebenfalls zu weit. Das sonnige Kalifornien wird für die nächsten paar Jahre seine Heimat. Damit er uns nicht vergisst, werden wir ihm regelmässig, Berichte und Fotos von unserem aufregenden Vereinsleben schicken. Er ist und bleibt unser Webmaster.

Das Musikalische vom Dirigenten:

Da es auch am 13.06.04 noch Musikgesellschaften gab, welche in unserer Kategorie (3. Klasse Harmonie) spielten, gab es für uns nur eine Zwischenrangliste. Insgesamt spielten am Samstag 14 Vereine in unserer Klasse. Die Spannung stieg, als der Speaker beim 4. Rang der Konzertmusik anfing. Plötzlich ertönte es: „9. Platz mit 271 Punkten Musikgesellschaft Mühlethurnen“! Mit diesem Resultat konnten wir durchaus zufrieden sein. Erstaunt waren wir erst als wir die Punkte der einzelnen Stücke verglichen. Wir waren uns einig, dass uns das Selbstwahlstück (Kleine Ungarische Rhapsodie) ausserordentlich gut gelungen ist. Aus dem Aufgabenstück (Glacier Express) hingegen konnten wir nicht ganz das Optimum herausholen. Um so erstaunlicher war es, dass die Differenz zwischen diesen beiden Vorträgen nur einen Punkt betrug! (Es gab auch andere Beispiele bei denen man sich fragte wo die Jury wohl ihre Ohren hatte! Aber wir wollen nicht grübeln…….)
Die Marschmusik war ein voller Erfolg. Mit 94 Punkten landeten wir auf dem 3. Zwischenrang. Es war eine wahre Freude vor diesem Corps zu marschieren. Ich konnte diesen Moment sehr geniessen. Bravo!
Am Sonntag spielten wie gesagt noch die restlichen Vereine unserer Klasse. Schliesslich landeten wir in der Konzertmusik auf dem 24. Platz von insgesamt 32 Vereinen. Die Marschmusik beendeten wir auf dem phänomenalen 6. Rang. Dies mit nur gerade 2.5 Punkten Rückstand auf die Sieger!

Ich denke wir dürfen auf ein sehr schönes und interessantes Musikfest zurückblicken. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen „Thurnä“-Musikanten/innen herzlich für den riesigen Einsatz danken, welchen sie sowohl in der Vorbereitungsphase, als auch am Fest geleistet haben. „Ihr seid grossartig, Bravo!“